Aufbruch und Ankunft im Odenwald

Wieviel Heimat braucht der Mensch im globalen Dorf?

In unserer Landschaft stellen Fließgewässer die Lebensadern dar, die einer großen Anzahl von Tieren und Pflanzen Lebens-, Fortpflanzungs- und Nahrungsraum gewähren. Naturnahe Bachläufe und kleinere Flüsse sind durch einen häufig die Richtung wechselnden Verlauf mit Schleifen und Windungen (Mäander) gekennzeichnet. Der Uferbereich und das Bachbett ist vielfältig strukturiert: Es gibt sowohl schnelle strömende Bereiche, träge fließende Bereiche, steil abfallende Ufer und flache Ufer aus Kies- und Sandablagerungen.

Einfach ausgedrückt entsteht ein Bach aus Regen, der auf den Boden fällt, versickert und dort durch das Erdreich gefiltert wird. Ein Teil des Niederschlags verdunstet bevor er versickert oder wird von Pflanzen aufgenommen. Das gefilterte Wasser sammelt sich über wasser­un­durch­lässigen Boden­schichten, rinnt durch Fugen und Spalten und tritt nach einer gewissen Zeit an einer Quelle wieder aus dem Boden zu Tage.

Quellen & Bäche

Das Rinnsal der Quelle bildet meist nicht mehr als einen schmalen Bach, dessen meist mit Steinen bedeckter Grund mit Moos und Algen bewachsen ist. Oft ist auch nicht mehr als ein ganzjährig nasses Schlammloch zu erkennen. Durch Vereinigung mehrerer Quellbäche wird der Bach breiter und gewinnt an Fließgeschwindigkeit. Die Verwirbelungen des Wassers am steini­gen Untergrund befördern die Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff.

Oberlauf des 'Reichenbach'

Bäche sind vielgestaltige Ökosysteme und bilden den Lebensraum für zahlreichen Arten. Die Zusammensetzung der Tier- und Pflanzengemeinschaften wird geprägt durch die jeweilige Strömung, Wassertemperatur, Wasserqualität, Bodenbeschaffenheit und den Sauer­stoff­gehalt.