Aufbruch und Ankunft im Odenwald

Wieviel Heimat braucht der Mensch im globalen Dorf?

Alle Amphibien sind zur Fortpflanzung auf Wasser angewiesen und so beleben Teich- und Grasfrösche, Molche und Feuersalamander sowie Erdkröten den Bach und sein Umfeld. Klassische Fischarten wie Bach- oder Regenbogenforelle und Bachschmerle sind in Lautertals Bächen leider nicht zu finden und nur gerüchteweise soll einmal ein Eisvogel gesichtet worden sein. Bei den Insekten hingegen besteht kein Mangel: Wasserkäfer, Mückenlarven, Bach­floh­krebs, Libellenlarven und Wasserläufer können problemlos gefunden werden.

In den Auengebieten mit teilweise sumpfartigen Böden wachsen Schwarzerle, Esche, Zwerg­weiden, Weiden, Haselstrauch und Weißdorn. Im Wasser selbst gedeihen Wasserlinsen, Röhr­icht­pflanzen, Wasserminze, Wasserhahnenfuß, Aufrechte Berle, Sumpf-Wasserstern, Brunnen­kresse, Flutender Schwaden, Rohrglanzgras und Wasser-Ehrenpreis.

Wasser & Leben

Die zahlreichen Bäche in Lautertal haben nicht nur für die heimische Tier- und Pflanzenwelt eine herausragende Bedeutung; auch für uns Menschen sind sie wichtig, denn Lautertal ist eine der wenigen Gemeinden, die ihr Trinkwasser aus eigenen Quellen gewinnt. Und wie der Volksmund so zutreffend sagt: "Es war schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben".

illegale Müllentsorgung

Wie viele andere Ökosysteme leiden Fliessgewässer nicht nur unter direkter Verschmutzung des eingezogenen Grundwassers durch Schadstoffe, sondern auch unter vielfältigen anderen Eingriffen durch den Menschen in den Naturhaushalt. Die Gefährdungslage durch Begradigung, Regulierung und Kanalisierung, Aufforstung der direkten Bachumgebung und Auen mit stand­ort­fremden Baumarten und nicht zuletzt der allgegenwärtige Schadstoff- und Nährstoffeintrag durch intensive landwirtschaftliche Nutzung der angrenzenden Flächen nimmt kontinuierlich zu.