Aufbruch und Ankunft im Odenwald

Wieviel Heimat braucht der Mensch im globalen Dorf?

Im Grünland der Streuobstwiesen sind die vielfältigsten Pflanzenarten anzutreffen: Zypressen-Wolfsmilch, das Echte Labkraut, die Aufrechte Trespe, das Kleines Habichtskraut sowie Arten der extensiv genutzten trocken-mager Wiesen wie die Wilde Möhre, der Natternkopf, die Schafgarbe, der Wiesen-Salbei, Pastinak und Hasenbrot; Wiesen-Glockenblume, das Wiesen-Labkraut, der Wiesen-Pippau und die Margerite; Wiesen-Storchenschnabel und die Skabiosen-Flockenblume.

Streuobstwiesen sind bevorzugtes Jagdgebiet für Insekten fressende Tiere wie Vögel und Fledermäuse. Der Insektenreichtum ist dann besonders groß, wenn die Wiese blütenreich, nicht zu üppig und kaum oder gar nicht gedüngt ist.

(Über-)Lebensräume

Neben zahlreichen Heuschrecken- und Zikadenarten, Hautflüglern aus den Gruppen der Schwebfliegen und Wildbienen erscheinen im Spätsommer und Herbst auch solche Arten, die am Fallobst saugen.

Streuobstwiese

Geeignete Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten wie Hecken oder größere, gut verzweigte Baumkronen können die Ansiedlung vieler frei brütender Singvogelarten fördern. Einen Beitrag zur natürlichen Regulierung schädlicher Feld- und Wühlmäuse leisten Greifvögel und Eulen. Zu ihrer Unterstützung sollten Brutplätze in der Umgebung sowie Bäume mit natürlichen Höhlen und reich verzweigten Kronen erhalten werden.

Nistkästen

Natürliche Baumhöhlen werden auch von verschiedenen Vogelarten als Brut- oder Wohnraum gewählt wie z. B. Gartenrotschwanz, Wendehals, Grünspecht, Kleinspecht, Grauschnäpper, Trauerfliegenschnäpper, Star, Blau- und Kohlmeise, Feldsperling, Raubwürger und der selten gewordene Steinkauz. Viele Singvogelarten sind wirkungsvolle Insektenvertilger, denn im Frühjahr benötigen viele Vogelarten große Mengen an Insekten zur Aufzucht der Jungen.