Aufbruch und Ankunft im Odenwald

Wieviel Heimat braucht der Mensch im globalen Dorf?

1938 gründeten Philipp Eichhorn, geboren am 11. September 1909 in Gadernheim im Odenwald und Peter Walter, geboren am 26. Januar 1911 in Lauf an der Pegnitz das Granit- und Syenitwerk Eichhorn & Walter mit Sitz in Gadernheim. Erste Produktionsstätte war die Roßmannsmühle in Gadernheim. Es war ein schwerer Anfang. Mit primitivsten technischen Hilfsmittel wurde produziert und transportiert. Die ersten Rohblöcke stammten aus der Region.

Die Nibelungenstraße

Was bleibt ?

Lebensader des 'Tälchens'

Anfang 1939 wurde mit Übernahme des am Ortsausgang gelegenen Granitwerkes der Ludwigshafener Firma Berlejung die Belegschaft verdreifacht. Die Produktion verlagerte sich in das neu erworbene Werk. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und der Wehrdienstpfilcht der Firmeneigner kam der Betrieb zum Stillstand.

Granit- und Syenitwerk Eichhorn & Walter in Gadernheim

Im Mai 1946 nahm Peter Walter erneut die Arbeit auf. 1948 kam auch Philipp Eichhorn zurück. Die Aufschwungzeit wurde mit viel harter Arbeit und Improvisationstalent gemeistert. Es entstanden die beiden Fachwerkhäuser, die noch heute das Werksgelände zieren.

Die Ortsteile Elmshausen, Reichenbach und Gadernheim haben ihre alten Fachwerk-Rathäuser aus dem 16./17. Jahrhundert bewahrt. Das älteste Gebäude Lautertals ist die Roß-Schmiede in Gadernheim aus dem Jahr 1608. Sie gehört zu den ältesten unveränderten Schmieden Hessens. Sie ist jedoch in sehr schlechtem Zustand und wird wohl nicht mehr lange zu erhalten sein.